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Das berühmte Segelschulschiff Gorch Fock, das heute noch in Betrieb ist, hat eine lange Vorgeschichte. Das Schiff, das man heutzutage unter diesem Namen kennt, hatte einen Vorläufer, der in den Jahren 1932-1933 gebaut wurde. Seinen Namen erhielt das Schiff durch das Pseudonym des norddeutschen Heimatdichters Johann Kinau. Einsatzgebiet war hauptsächlich die deutsche Küstenregion, aber auch niederländische und skandinavische Häfen wurden angesteuert. Während des Zweiten Weltkrieges diente die Gorch Fock I als stationäres Schulschiff und als Büroschiff, 1944 wurde sie von Kiel nach Stralsund verlegt. Am Ende des Krieges sprengten Offiziere das Schiff, damit es nicht von der russischen Armee beschlagnahmt werden konnte. 1947 wurde das Schiff vom Meeresgrund gehoben, in Rostock wiederhergestellt und in die Sowjetunion überführt, wo es unter dem Namen Tovarišc zum Einsatz kam.
Nach dem Stapellauf des zweiten Schiffes im Dezember 1958 wurde die Gorch Fock noch einmal in die Bauwerft zurückgerufen, um Verbesserungsarbeiten durchzuführen. Da auf der Gorch Fock der Schwerpunkt auf der Segelausbildung liegt, ist keine Bewaffnung an Bord. Im Jahr 1999 wurden grundlegende Veränderungen vorgenommen. Das Schiff bekam einen neuen Außenanstrich in weiß, blau und rot. Die Gorch Fock hat weit über 100 Seereisen in alle Welt unternommen und bis heute über 500.000 Seemeilen zurückgelegt. Ihre einzige große Weltumseglung fand im Jahr 1987 statt. Heute ist das Schiff hauptsächlich in ihrem Kieler Heimathafen und auf Segelregatten zu sehen.
Schreiber-Bogen, Maßstab 1:200
Maße (LxBxH): 470 x 90 x 280 mm
3 Bastelbögen
Schwierigkeitsgrad 3 (schwer)