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Die Sprache des Papiers Eine 2000-jährige Geschichte Papier ist einer wichtigsten Kulturtäger.Die Ursprünge dieses Beschreibstoftes liegen in China - von dort gelangte das Wissen über die Papierherstellung nach Korea, Japan und über die Seidenstraße in den arabischen Raum. In Europa hielt das Papier erst im 13. Jahrhundert Einzug, doch nach der Erfindung des Buchdrucks im 15.Jahrhundert war der Papierrausch auch hier nicht mehr aufzuhalten. Die Beschriftung mit religiösen und symbolischen Zeichen wie auch spezielle Verwendungsweisen machen Papier kostbar: Clückszettel transportieren Botschaften an die Götter, als Banknote erhält Papier Geldwert und in Heißluftballonen aus Papier wurde der Traum vom Fliegen erstmals wahr. Aus Papier entstehen auch vielseitige Objekte, architektonische Elemente oder Gewänder aus Papiergarn - Produkte, die heute auch im Westen sehr gefragt sind. Die traditionellen Methoden der Papierherstellung haben sich in Japan, China, Tibet, Indien oder Myanmar bis in die Gegenwart gehalten. Therese Weber hat alle diese Länder bereist; in ihrem Buch berichtet sie von den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Hintergründen dieser Tradition und wie Papierbogen in den letzten Papiermacherdörfern nach alter Sitte gegossen und geschöpft werden. Der Werkstoff Papier und das Gestalten mit Papierpulpe haben gegen Ende des 20. Jahrhunderts eine neue Bewegung, den Papierismus, ausgelöst. Der Galerieteil zeigt dazu Werke und Kurzportraits internationaler Kunstschaffender wie Robert Rauschenberg, Franz Certsch, Andreas von Weizsäcker oder Therese Weber. |
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