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Eilhard Mitscherlich Unter den Chemikern, die in der Nachfolge Lavoisiers die Basis der modernen Chemie schufen, nimmt der 1794 in Jever geborene Eilhard Mitscherlich einen bedeutenden Platz ein. Seine Entdeckung der Iso-und des Polymorphismus, seine Arbeiten zur Katalyse, seine Erforschung des Benzols und vieler Benzolderivate, seine Untersuchung zur Ätherbildung und zur alkoholischen Gärung gehören zu den wahrhaft grund legenden Leistungen klassischer Chemie. Insbesondere die Entdeckung des Isomorphismus, die ihm- nach seinem Studium der Orientalik- bereits im Alter von knapp fünfundzwanzig gelungen war, brachte ihm frühen Ruhm und ermöglichte einen schnellen akademischen Aufstieg. Auf Betreiben seines Mentors Berzelsius wurde Mitscherlig 1822 als Nachfolger Klaproths sowohl Mitglied der Kgl. Preußischen Akademie der Wissenschaften als auch Professor der Chemie an der Friedrich-Wilhelms-Universität. Trotz seiner Auseinandersetzung mit dem einflußreichen Liebig blieb er zeitlebens die überragende chemische Figur in Preußen. Als er 1863 starb, ging mit ihm eine Epoche der Chemie in Berlin zu Ende. |
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