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Das schwere Unglück eines russischen U-Bootes im August 2003 verdeutlichte einmal mehr, welch hoher Preis für die Verwirklichung der Idee zu entrichten war, unter der Meeresoberfläche zu fahren. Gleichzeitig weckte dieser neueste Zwischenfall die schreckliche Erinnerung an den Untergang der Kursk, dem bislang größten Unfall in der Geschichte der Unterwasserfahrzeuge. Schon seit den ersten Tauchbootmanövern kühner Erfinder haben sich zahlreiche U-Bootkatastrophen, oftmals mit hohen Menschenverlusten, ereignet. Keine der U-Boot bauenden Nationen blieb davon verschont, wenn auch viele dieser Tragödien heute längst in Vergessenheit geraten sind. Dieses weitgehend unbeleuchtete Kapitel der U-Bootgeschichte aufzuhellen, ist Gegenstand dieses Buches. Es läßt das ganze Ausmaß des Desasters sichtbar werden, das mit der Konstruktion und dem Einsatz von Tauchfahrzeugen in Kriegs- und Friedenszeiten ständig einherging. Mit dieser Dokumentation liegt erstmals ein umfassender Überblick zum Havariegeschehen auf U-Booten vor, oder an dem U-Boote beteiligt waren. Der Autor zeigt die vielfältigen Ursachen auf und gibt Auskunft über die Entkommenstechniken aus dem gesunkenen U-Boot und den damit verbundenen Gefahren. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem für diesen Zweck entwickelten Rettungsinventar. Geschildert werden weltweit über 480 Unfälle. Die Darstellung erfolgt chronologisch, getrennt nach nationaler Zugehörigkeit. Rückblicke auf die einzelnen Epochen stellen den marinehistorischen Kontext her und geben Aufschluß über den jeweiligen Entwicklungsstand im U-Bootbau. Das reichhaltige Bildmaterial und ein umfangreicher Kartenteil versetzen den Leser in die Lage, den beschwerlichen Weg nachzuvollziehen, den die Unterwasserfahrt seit ihren Anfängen bis in die Gegenwart, zurücklegen mußte. Daß in den beiden Weltkriegen zahlreiche U-Boote der teilnehmenden Mächte durch gegnerische Einwirkung verlorengegangen sind, ist hinreichend bekannt und dokumentiert. Daß jedoch seit Beginn der Unterwasserfahrt über 300 Tauchfahrzeuge Havarien zum Opfer fielen, ist dem historischen Blickfeld weitgehend entschwunden. Jetzt liegt erstmals über diesen in der U-Bootliteratur nur wenig berücksichtigten Aspekt eine umfassende Darstellung vor. Der Autor schildert darin über 480 Unfälle von Tauchfahrzeugen, eingebunden in den historischen Kontext. Eine statistische Tabelle gibt Aufschluß über die Ursachen der Havarien und ihre Häufigkeit. In einem eigenen Kapitel werden die Rettungsmethoden und verschiedenen Entkommenstechniken aus dem gesunkenen U-Boot erläutert. Mehr als 250 Fotos, Skizzen und ein umfangreicher Kartenteil komplettieren diese Dokumentation. Zugleich ermöglichen eine Kurzchronik und ein Register den raschen Zugriff auf die Daten jedes verunglückten Bootes.
Harald Bendert: 2003
272 Seiten, gebundene Ausgabe